Home
 Aktuell
 Kultur des Friedens
 Frieden für Irak
 Theodorakis-Chor
 Projekte
 Kampagnen
 Termine
 Presse
  • Pressemitteilungen
  • Presse-Artikel
  •  Links
     Material
     Kontakt
     
     Webdesign by Frederico Elwing
     
    Gesellschaft Kultur des Friedens
    Society Culture of Peace




    Pressemitteilungen, Offene Briefe und ähnliches



    Neuere Pressemitteilungen gibt es seit 25. Juni 2004 unter Aktuelles


    Pressemitteilung 20. Juni 2004

    Gesellschaft Kultur des Friedens fordert auf dem Katholikentag in Ulm stärkeres Engagement der Kirchen bei Überwindung der Kriegsfolgen im Irak

    ULM/TÜBINGEN. Der Vorsitzende der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF), Henning Zierock, hat Kardinal Karl Lehmann auf dem heute zu Ende gehenden Katholikentag in Ulm aufgefordert, sich stärker für die friedensstiftende Rolle der Religionen im Irak einzusetzen. Trotz des klaren Neins des Papstes zum Irak-Krieg habe das Thema laut Zierock auf dem Katholikentag kaum eine Rolle gespielt.

    Dabei sei es wichtig, dass das Verhältnis zwischen arabischer und westlicher Welt nicht noch weiter verschlechtert würde, „gerade die Kirchen könnten dazu einen entscheidenden Beitrag leisten“, so Zierock.

    Zierock kritisierte vor allem die fehlende Aufarbeitung der Haltung verschiedener christdemokratischer Politiker zum Irak-Krieg. Führende CDU-Politiker wie Angela Merkel, Erwin Teufel, Wolfgang Schäuble und Annette Schavan hatten an dem Katholikentag teilgenommen. Ihre Rolle als Wortführer für den Krieg sei auf den Podien laut Zierock zu wenig kritisch hinterfragt worden.

    Dabei denke die Kirchenbasis weitaus kritischer als vermutet. Mit einer „Kettenreaktion Frieden“ hatte die GKF auf dem Katholikentag die Unterstützung tausender Teilnehmer für eine Kulturbrücke in den Irak gewonnen. Mit der Kulturbrücke will die Friedensorganisation konkrete Projekte im Irak unterstützen und zu einem Dialog der Kulturen und Religionen beitragen. Zahlreiche Konzerte und Kulturveranstaltungen, an denen sich Künstler wie Konstantin Wecker, Gianna Nannini, Nina Hagen, Paddy Kelly, Rabih Abou Khalil und viele andere beteiligen, bilden den Auftakt für die „Kulturbrücke“.






    Pressemitteilung 18. Juni 2004

    „Großer Gesang“ für den Frieden
    Gesellschaft Kultur des Friedens startet Kulturbrücke für Irak


    TÜBINGEN. Mit zahlreichen kulturellen und politischen Veranstaltungen will die Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) den Aufbau einer „Kultur- und Solidaritätsbrücke“ zu den Menschen im Irak unterstützen. In Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern soll dadurch ein Kulturaustausch entstehen, der den gegenseitigen Respekt und das Verständnis fördern soll.

    „Gerade jetzt brauchen die Menschen im Irak unsere Unterstützung auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft“, so der GKF-Vorsitzende Henning Zierock. Die Folgen von Krieg und Besatzung seien fatal für die irakische Bevölkerung und hätten tiefe Gräben in das Verhältnis von arabischer und „westlicher“ Welt gerissen. Laut Zierock sei es jetzt umso wichtiger durch konkrete Unterstützung das zerstörte Vertrauen wieder aufzubauen. Die Kultur als universelle Sprache eigne sich dazu am besten.

    Auftakt ist die Mitwirkung auf dem Weltforum der Kulturen vom 24.-28. Juni 2004 in Barcelona. Für das darauffolgende Benefizkonzert am 15. Juli im Rahmen des Zeltmusikfestivals Freiburg „Musik für Bagdad“ konnten Musiker/innen wie Nina Hagen, Rabih Abou Khalil, Paddy Kelly und viele andere gewonnen werden. Neben des Kulturaustausches werden damit auch konkrete Projekte wie die Unterstützung einer Musikschule für traumatisierte Kinder und eines Kulturzentrums in Bagdad gefördert. Für Herbst 2004 plant die GKF eine Friedensdelegation mit Künstlern in den Irak.

    Zudem organisiert die GKF zusammen mit dem Theodorakis-Chor in verschiedenen Städten Friedenskonzerte mit der Aufführung des „CANTO GENERAL“ (der Große Gesang) des chilenischen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda, anläßlich seines 100. Geburtstags am 12. Juli 2004. Das Werk CANTO GENERAL, in der Vertonung des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, erzählt das Lied der Schöpfung, das Leid und die Befreiung der Menschen und Völker, nicht nur in Lateinamerika sondern in der ganzen Welt. Aufführungen finden statt am 10. Juli in Stuttgart, 11.Juli in Frankfurt und 18. Juli in Tübingen und am 29. Juli in Korinth, im Vorfeld der Olympischen Spiele. Im September soll der Canto General in Israel/Palästina mit Unterstützung von Mikis Theodorakis aufgeführt werden.

    >>> [mehr]






    Pressemitteilung 18. März 2004

    Zum Jahrestag des Irak-Krieges:
    Gesellschaft Kultur des Friedens fordert eine zivile Politik im Irak
    Besatzungstruppen müssen aus dem Irak abgezogen werden


    TÜBINGEN. Zum Jahrestag des Kriegsbeginns gegen den Irak fordert die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) eine zivile Politik für den Irak. Es fehle bisher eine aktive Friedenspolitik auf internationaler Ebene, so der Vorsitzende der GKF, Henning Zierock, die die Ursachen der Terroranschläge im Irak und weltweit bekämpfe. Deshalb werde auch die Bundesregierung aufgefordert, anstatt auf eine Beteiligung deutscher Firmen bei der wirtschaftlichen Aufteilung des Irak zu hoffen, sich für eine umfassende zivile Politik, unter Einbeziehung der zivilen und sozialen Kräfte im Irak und in Europa einzusetzen. Mehr Sicherheit erreiche man nicht durch weitere militärische und geheimdienstliche Aufrüstung sondern nur durch Stärkung internationaler Rechtsstrukturen, Ächtung von Krieg, gerechten Wirtschaftsbeziehungen und kulturellem Austausch.

    „Die Besatzungstruppen müssen sofort aus dem Irak abgezogen werden“, fordert Zierock und kritisiert damit gleichzeitig die Äußerung von Verteidigungsminister Peter Struck, der sich vorerst für einen Verbleib der spanischen Truppen im Irak eingesetzt hatte.
    Zudem sei es nicht hinnehmbar, daß im Irak Gewalt und Terror, Willkür und Straflosigkeit herrschten, ohne daß dies rechtliche Konsequenzen für die Besatzungsmächte nach sich zöge. "Die Besatzungsmächte müssen für die Folgen von Krieg und Besatzung zur Verantwortung gezogen werden", fordert Zierock, da sei auch die Initiative der Bundesregierung in den Vereinten Nationen gefragt, sonst mache sie sich unglaubwürdig in ihrer Haltung gegenüber dem Irak-Krieg.

    Die Menschen im Irak müssten unter katastrophalen Folgen des Krieges im Irak leiden, ohne ausreichende Grundversorgung, ohne medizinische Versorgung, ohne Arbeit, mit wachsender Unsicherheit aufgrund des Terrors, der täglich zunimmt.
    Ganz zu schweigen von den Auswirkungen der 240 000 Streubomben und mehreren Tonnen abgereicherter Uranmunition, die über dem Irak abgeworfen wurden.

    Zierock kündigte ein unabhängiges internationales Tribunal zum Irak-Krieg an, das derzeit von vielen Friedensgruppen in Deutschland, Europa und den USA vorbereitet werde.
    Die GKF hatte kurz vor dem Krieg 2003 eine Künstlerdelegation (u.a. mit dem Münchner Liedermacher Konstantin Wecker) in den Irak organisiert, um gegen den drohenden Krieg zu demonstrieren. Derzeit plant die GKF den Aufbau einer "Kulturbrücke" zu den Menschen im Irak gemeinsam mit Künstlern und Wissenschaftlern mit einer Musikschule in Bagdad, um mit Musik und Kunst konkrete Hilfe für kriegstraumatisierte Kinder zu leisten und den Dialog und gegenseitigen Respekt der Kulturen und Religionen zu fördern.

    Die Kulturbrücke wird u.a. unterstützt von Konstantin Wecker, Gianna Nannini und Paddy Kelly. Geplant ist ein Konzert im Juli in Freiburg und eine Delegationsreise in den Irak in der zweiten Jahreshälfte.






    Pressemitteilung 12. Dezember 2003

    Appel für ein Menschenrecht auf Frieden

    Unterschriften an Kofi Annan überreicht

    TÜBINGEN. Der Vorsitzende der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF), Henning Zierock, hat dem UNO-Generalsekretär Kofi Annan während seines Besuches in Tübingen mehrere tausend Unterschriften für ein "Menschenrecht auf Frieden" überreicht (siehe Foto). Der Aufruf trägt zahlreiche Unterschriften, die die GKF in verschiedenen Krisenregionen gesammelt, aber auch Tübinger Bürger haben in den Letzten Tagen vorallem per fax ihre Unterschrift geleistet. In dem Aufruf wird u.a. die Aufnahme des Menschenrechts auf Frieden in die UN-Charta der Menschenrechte gefordert. Die Vereinten Nationen sollten zudem eine präventive Friedenspolitik entwickeln und die Doktrin der Präventivkriege ächten. Den Aufruf, der gemeinsam mit dem ehem. Generaldirektor der Unesco, Federico Mayor, ins Leben gerufen wurde, haben u.a. Mary Robinson (ehem. UN-Hochkommissarin für Menschenrechte), Hans von Sponeck (ehem. UN-Beauftragter für Irak-Hilfe), Adolfo Perez Esquivel (Friedensnobelpreisträger), Inge und Walter Jens, Konstantin Wecker, Eugen Drewermann, Felicia Langer sowie weitere Künstler unterzeichnet. In dem Gespräch mit Kofi Annan ging Zierock auch auf eine für 2004 geplante Kulturbrücke in den Irak ein und regte an, daß die UN, im Rahmen der Dekade für eine Kultur des Friedens, Friedens- und Menschenrechtsgruppen aus aller Welt zu einem Erfahrungsaustausch nach New York einzuladen, um eine präventive Friedenspolitik mitzugestalten.






    Pressemitteilung 1. Dezember 2003

    Veranstaltung am Tag der Menschenrechte: "Für ein Menschenrecht auf Frieden"

    10. Dezember 2003, 20 Uhr, Johanneskirche Stuttgart, Gutenbergstr.11
    Unterschriften für UNO-Generalsekretär Kofi Annan

    STUTTGART. Die Gesellschaft Kultur des Friedens begeht den Tag der Menschenrechte mit einer Konzertveranstaltung in der Johanneskirche, an der u.a. Künstler aus den USA und Brasilien mitwirken. Plädoyers für ein Menschenrecht auf Frieden halten u.a. die Alternative Nobelpreisträgerin und israelische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer, der Stuttgarter Prälat Martin Klumpp und Henning Zierock, Vorsitzender der Gesellschaft Kultur des Friedens. Die Veranstaltung setzt sich mit der aktuellen Situation im Irak und Israel/Palästina auseinander und will Alternativen zu einer Politik der Gewalt aufzeigen.

    Der Abend steht in Verbindung mit dem Besuch des UN-Generalsekretärs Kofi Annan am 12.12.03 in Tübingen. Die Gesellschaft Kultur des Friedens wird Kofi Annan einen Appell für ein Menschenrecht auf Frieden überreichen, der zahlreiche in Krisenregionen gesammelte Unterschriften trägt. Darin wird u.a. die Aufnahme des Menschenrechts auf Frieden in die UN-Charta gefordert. Die Vereinten Nationen sollten zudem eine präventive Friedenspolitik entwickeln und die Doktrin der Präventivkriege ächten. Den Appell haben u.a. Mary Robinson (ehem. UN-Hochkommissarin für Menschenrechte), Hans von Sponeck (ehem. UN-Beauftragter für Irak-Hilfe), Inge und Walter Jens, Konstantin Wecker, Eugen Drewermann unterzeichnet.

    In der Johanneskirche gibt es nochmals die Möglichkeit den Appell zu unterzeichnen bevor die Unterschriften übergeben werden.

    Mitveranstalter: ATTAC Stuttgart und ATTAC-AG Globalisierung und Krieg






    Pressemitteilung 22. Oktober 2003

    Gesellschaft Kultur des Friedens fordert "präventive Berichterstattung" in den Medien

    Henning Zierock auf World Peace Conference in Hamburg

    HAMBURG/TÜBINGEN. Auf der heute Mittag zu Ende gegangenen World Peace Conference in Hamburg forderte der Vorsitzende der Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF), Henning Zierock, die Medien zu einer "präventiven Berichterstattung" bei Konflikten und Krisen in der Welt auf.

    Zierock sprach dort auf Einladung des ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und "World Connection" zum Thema "Kriegsberichterstattung und Friedensjournalismus" und kritisierte die mediale Inszenierung von Krieg, wie im Irak-Krieg Anfang des Jahres geschehen. Die Medien blieben weit hinter ihren Möglichkeiten, zivilgesellschaftliche Potentiale für friedliche Konfliktlösungen zu mobilisieren, zurück, so Zierock weiter. Es sei höchste Zeit für einen "Hippokratischen Eid" für Journalisten, um zu einer verantwortlichen und friedensfördernden Rolle der Berichterstattung in Konfliktregionen zu kommen.

    Die GKF hat bereits in verschiedenen Kriegsregionen, wie z.B. in Bosnien, alternative Medien und Friedenssender unterstützt.

    Angesichts der Tatsache, daß kriegsführende Länder heute mit Medienkonzernen und hoch professionellen PR-Agenturen die Akzeptanz für Krieg vorbereiteten, forderte Zierock unter großem Beifall Unterstützung für einen weltweiten Friedenssender, der Raum biete für Projekte der Hoffnung, des Dialogs und der friedlichen Verständigung.

    An der zweitägigen Konferenz nahmen Friedensforscher, Aktivisten und Friedensnobelpreisträger wie Michail Gorbatschow und Lech Walesa teil. Im Anschluß an die Konferenz findet heute abend die Verleihung der World Awards an herausragende Persönlichkeiten des Jahres 2003 statt, u.a. an irakische Ärtze, Jan Ullrich, Michael Douglas, Placido Domingo, Cat Stevens, Morgan Freeman.

    Die GKF, die Anfang des Jahres mit einer Künstlerdelegation im Irak war, plant derzeit den Aufbau einer Kulturbrücke zu den Menschen im Irak. Dazu gehört auch ein Friedenssender, der den Dialog zwischen den unterschiedlichen Religionen und ethnischen Gruppen im Irak unterstützen soll.






    Pressemitteilung 17. Oktober 2003

    Neue UN-Resolution zu Irak - kein Weg zum Frieden

    Gesellschaft Kultur des Friedens kritisiert Zustimmung der Bundesregierung

    TÜBINGEN. Die vom Sicherheitsrat gestern einstimmig verabschiedete neue Irak-Resolution wird nach Ansicht der Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) nicht mehr Sicherheit und Stabilität in das Land bringen.

    "Zentrale Forderungen der irakischen Bevölkerung nach einer schnellen Übertragung der Souveränität wurden ignoriert", so der Vorsitzende der GKF, Henning Zierock. Es sei eine Fehlentscheidung gewesen, die Rolle der UN im Irak nicht zu stärken und stattdessen eine multinationale Truppe unter US-Oberkommando in den Irak zu entsenden. Dies könne fatale Folgen für alle künftigen UN-Mitarbeiter und Soldaten haben, da das Risiko, Ziel von Terrorakten zu werden, damit eher gestiegen denn gesunken sei, so Zierock weiter. Der Irak brauche nicht noch mehr Militär sondern umfassende Unterstützung für den gesamten zivilen, sozialen und kulturellen Aufbau des Landes, dies könne nur in Zusammenarbeit mit den gesellschaftlichen Kräften im Irak funktionieren.

    Der GKF-Vorsitzende kritisierte die Zustimmung der Bundesregierung als "inkonsequent", Bundeskanzler Schröder mache sich damit unglaubwürdig in seiner Haltung zum Irak-Krieg. Die GKF organisierte Anfang dieses Jahres eine internationale Künstler-Delegation, u.a. mit dem Liedermacher Konstantin Wecker, nach Bagdad und plant derzeit den Aufbau einer Kulturbrücke zu den Menschen im Irak, die mit einer weiteren Reise in den Irak ins Leben gerufen werden soll. 2004 beteiligt sich die GKF an der Durchführung eines Internationalen Irak-Tribunals in Istanbul.






    Pressemitteilung 17. Oktober 2003

    Gesellschaft Kultur des Friedens fordert europäische Friedenspolitik von unten in Israel/Palästina

    anlässlich des Besuchs von Uri Avnery in Deutschland

    Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery hat auf seiner Rundreise durch Deutschland, vom 11.-17.10.2003, erklärt, daß die palästinensischen Selbstmordanschläge in Israel, der Angriff auf syrisches Gebiet und der Mauerbau durch die israelische Regierung sowie die jüngsten Anschläge auf US-Vertreter das Scheitern des Friedensplans, (Road Map), der internationalen Gemeinschaft deutlich machen. Der sogenannte Kampf gegen den Terrorismus und die präventive Kriegsführung hätten die Destabilisierung im Nahen Osten noch verstärkt. Eine Friedenspolitik von unten fehle. Die gesellschaftlichen Kräfte in Israel und Palästina, die sich gegen die Gewalt und für einen Friedensprozeß einsetzen, würden nicht genügend unterstützt und für eine Friedensverständigung aktiviert. Bilder des Terrors beherrschten die Medien und treiben die Spirale von Haß und Gewalt bei Israelis und Palästinensern voran, so Uri Avnery zu Beginn seiner Rundreise.

    Durch den Besuch des alternativen Nobelpreisträgers, in Deutschland, der u.a. Gespräche mit Bundespräsident Rau, Bundestagsabgeordneten und Friedensorganisationen führte, wurde ein anderes Israel deutlich, das auch durch 27 Piloten der israelischen Luftwaffe repräsentiert wird, die sich dem Tötungsbefehl ihrer Regierung verweigert haben, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen.

    Kommunale Partnerschaftsprojekte zu israelischen und palästinensischen Friedenskräften, der Ausbau von zivilen Institutionen und kulturellen Einrichtungen in den besetzten Gebieten könnten auch von außen zu einem Verständigungsprozeß beitragen, so Uri Avnery bei einer Veranstaltung der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF)in Tübingen. Dieser Prozess solle nun in verschiedenen Kommunen, Schulen, Universität, Kirchengemeinden und Friedensinitiativen, zusammen mit Uri Avnery und der palästinensischen Friedensaktivistin Sumaya Farhat-Naser organisiert werden.

    Die GKF fordert von der Bundesregierung, diesen Ansatz politisch und finanziell zu fördern und eine kommunale Friedenspolitik auch auf europäischer Ebene entwickeln zu helfen, anstatt sich an kostspieligen Nato-Planspielen und Kampfsimulationen wie jüngst in Colorado Springs zu beteiligen, so Henning Zierock, der Vorsitzende der GKF zum Abschluss der Rundreise Avnerys.






    Pressemitteilung 23. Juni 2003

    Sonne als friedensstiftende Rolle stärker einsetzen

    Aktionskonferenz „Solar for Peace“ endet am Wochenende mit Appell an die Politik

    GAIENHOFEN. Am gestrigen Sonntag endete die Solarkonferenz „Solar for Peace – Frieden durch Sonne“ am Bodensee mit einem Abschlussappell an die Politik, weltweit stärker in die Entwicklung erneuerbarer Energien anstatt in neue Waffentechnologien zu investieren. Dies fördere den Frieden mehr, da es zu nachhaltiger Entwicklung beitrage und die Kriegsursache Erdöl vermindern helfe. Die politische Botschaft unseres Zeitalters heiße „Frieden durch Sonne“, so Henning Zierock, Vorsitzender der Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF), die die Konferenz organisiert hatte.

    Der österreichische Europaabgeordnete Hans Kronberger sprach sich auf der Konferenz für politischen Strategien aus, die Anwendung erneuerbarer Energien auch auf europäischer Ebene stärker zu fördern als bisher, zudem sei die Zusammenarbeit in Europa bisher völlig unzureichend.

    Erstmalig hatten sich Umwelt- Friedens- und Entwicklungsgruppen sowie Solarexperten nach dem Irak-Krieg getroffen, um über neue Strategien der Anwendung und Verbreitung von Sonnenenergie zu diskutieren. Einig waren sich die Konferenzteilnehmer auch in der Forderung, regenerative Energien stärker in den Schulplänen und Universitäten des Landes zu verankern. Nur wenige Schülerinnen und Schüler wären heute ausreichend über Anwendungsmöglichkeiten der Sonnenenergie informiert, deshalb habe die Konferenz auch in der Evangelischen Internatsschule Schloss Gaienhofen stattgefunden, so Zierock weiter.

    Während der Tagung gab es viel Anschauungsmaterial mit Solarkochern, Solarmobilen und Fahrrädern und der in der Region verkehrenden Solarfähre. Als konkretes Signal wird ein Solarkocher, finanziert von den Teilnehmern, nach Indien geschickt. Vorgestellt wurde auch eine Solarschule in Bosnien, die Modellfunktion für das ehemalige Kriegsgebiet hat.

    Insgesamt kamen mehr als 300 Teilnehmer zu Konferenz und Konzert mit Konstantin Wecker nach Gaienhofen, darunter auch Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz. Der Münchner Liedermacher war bereits Anfang Januar mit einer Delegation der GKF nach Bagdad gereist, um gegen den Irak-Krieg zu demonstrieren. Er unterstütze die Idee „Solar for Peace“ gerne, so Wecker, da es wichtig sei, nicht nur zu protestieren sondern auch Alternativen aufzuzeigen.

    Für Oktober diesen Jahres bereitet die GKF zusammen mit Wecker und anderen Künstlern eine weitere Reise in den Irak vor, u.a. mit Solarzellen, die in Bagdad installiert werden sollen. Für 2004 plant die GKF sich mit einem Beitrag, an der Weltsolarkonferenz in Bonn und mit einer Solarfähre am Rahmenprogramm der Olympische Spiele in Athen zu beteiligen.






    Pressemitteilung 19. Juni 2003

    Nach dem Irak-Krieg:
    Friedens-, Entwicklungs- und Umweltgruppen suchen nach Alternativen zum Öl


    Dreitägige Aktionskonferenz "Solar for Peace" am Bodensee

    TÜBINGEN/GAIENHOFEN. Vom 20.-22. Juni treffen sich KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, FilmemacherInnen, SolarexpertInnen, KommunalberaterInnen, Umwelt- und Friedensgruppen, sowie SchülerInnen und LehrerInnen in Gaienhofen am Bodensee, um mehr über die Potentiale der Solarenergie zu erfahren und Wege aus der Ölabhängigkeit zu diskutieren. Veranstalter ist die Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens. Unter dem Titel "Solar for Peace - Frieden durch Sonne" werden drei Tage lang verschiedene Themenschwerpunkte behandelt u.a. Geschichte der Kriege um Öl und die friedensstiftende Ressource Sonnenenergie, regenerative Energien als Chance für Entwicklungsländer und konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Alltag.

    "Der weltweite Kampf um den Zugang zu den immer knapper werdenden Ressourcen wie Öl, Erdgas und Wasser und eine davon abhängige wirtschaftliche Entwicklung als Kriegsursache wird in diesem Jahrhundert weiter zu nehmen. Nur durch radikales Umdenken und eine grundlegende Veränderung des Weltenergiesystems werden wir langfristig diese Kriegsursachen überwinden können", heißt es im Einladungstext.

    Rund um die Konferenz gibt es ein umfassendes Rahmenprogramm, das die solare Infrastruktur in der Region Höri/Untersee einbezieht, u.a. eine Solarfähre und ein Solar-Campingplatz. Kultureller Höhepunkt ist ein solarverstromtes Konzert mit dem Münchner Liedermacher Konstantin Wecker und Musikern aus Lateinamerika und Griechenland. Kulturelle Ausflüge zu den Museen von Hermann Hesse und Otto Dix, die beide in Gaienhofen gelebt haben, stehen ebenfalls auf dem Programm.

    Die Konferenz steht allen Interessierten offen, weitere Informationen gibt bei es uns (Adresse siehe Kontaktseite), Konzertkarten gibt es im Kultur- und Gästebüro Gaienhofen, Tel. 07735-81823.






    Pressemitteilung 18. März 2003

    Gesellschaft Kultur des Friedens beteiligt sich an Protestaktionen in New York

    Paddy Kelly vor der US-Vertretung bei Vereinten Nationen verhaftet

    NEW YORK. Mitglieder der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF), die sich zur Zeit mit einer Friedensdelegation in New York aufhalten, beteiligten sich gestern an einem Schweigemarsch durch Manhattan und Protestaktionen gegen den Krieg vor dem UNO-Hauptgebäude und der US-Vertretung zusammen mit mehreren hundert Aktivisten der amerikanischen Friedensgruppe "Peaceful tomorrows". An der Friedensaktion nahm u.a. auch die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan Maguire teil.

    Vor der US-Vertretung wurden 40 Personen festgenommen, darunter Maguire und auch der irische Sänger Paddy Kelly, Mitglied der Kelly-Family, der zusammen mit der GKF-Friedensdelegation in den USA gereist war. Nach der Feststellung ihrer Personalien wurden die Friedensaktivisten nach mehreren Stunden wieder freigelassen. Der Verhandlungstermin ist auf den 22. April 2003 in New York festgesetzt worden. Vor seiner Verhaftung äußerte sich der 25-jaehrige Sänger, der auch amerikanischer Staatsbürger ist, noch gegenüber der Presse: "Die Kriegspolitik der US-Regierung ähnelt einer diktatorischen Politik und diese Regierung müsste ebenfalls entwaffnet werden. Als amerikanischer Staatsbürger sehe ich es als meine Pflicht an gegen diese Politik aufzustehen auch mit zivilem Ungehorsam".

    Als Antwort auf die heutige Kriegsankündigung von George Bush, wird der Vorsitzende der GKF, Henning Zierock, heute dem Mitarbeiterstab von Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, einen Aktionsplan für Frieden im Mittleren und Nahen Osten übergeben. Darin wird u.a. eine Stärkung der zivilen Präsenz im Irak gefordert und eine Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit für die gesamte Region, ähnlich des KSZE-Prozesses in Europa.

    Zudem fordert Zierock im Falle eines Angriffskrieges gegen den Irak strafrechtliche Konsequenzen für die beteiligten Regierungen sowie die Einberufung einer UNO-Vollversammlung. "Sollte die US-Regierung den Irak ohne UN-Mandat angreifen macht sich auch die Bundesregierung durch die logistische Unterstützung und die Gewährung von Überflugrechten strafbar" so Zierock. Bei einem für Morgen angesetzten Treffen in der deutschen UN-Vertretung, wo auch der deutsche Außenminister erwartet wird, will die GKF dies zur Sprache bringen und einen Stopp jeglicher passiven Kriegsunterstützung fordern. Für den heutigen Abend sind weitere Prostestaktionen auf dem Union Square in Manhattan geplant. Die Friedensdelegation wird am Mittwoch, 20. März 2003 zurück nach Deutschland fliegen.






    Pressemitteilung 16. März 2003

    Gesellschaft Kultur des Friedens mit einer Friedensdelegation in den USA

    Paddy Kelly singt auf Friedensdemonstrationen in Washington und New York

    WASHINGTON/NEW YORK. Mitglieder der Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) haben sich an den Massenprotesten dieses Wochenende in Washington DC beteiligt. Mehr als 100.000 Menschen demonstrierten mit einem "Marsch auf Washington" gegen die Kriegspläne der US-Regierung. Auf der Abschlusskundgebung verlas Henning Zierock, Vorsitzender der GKF, ein europäische Grußbotschaft, die begeistert aufgenommen wurde.

    Im Anschluss traten Paddy Kelly (Mitglied der Kelly-Family) und Chris Paulson auf, die ebenfalls an dieser Delegationsreise teilnehmen." Wir zeigen hiermit unsere Solidarität mit der amerikanischen Friedensbewegung, als Teil einer mittlerweile weltweiten Bewegung" so Zierock. Er forderte die Vereinten Nationen auf, einen möglichen Angriffskrieg der USA ohne UN-Mandat strafrechtlich zu verfolgen und die Verantwortlichen vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen.

    Am gestrigen Sonntag nahm die GKF-Delegation an einer Lichterkette auf dem Union Square in New York teil, die weltweit in vielen Städten zeitgleich stattfand. Für Montag, die wahrscheinlich entscheidende Sitzung des UN-Sicherheitsrates, sind Treffen mit Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates vorgesehen sowie Friedensdemonstrationen vor dem UN-Gebäude zusammen mit anderen amerikanischen Friedensgruppen. Am 20. März kehrt die Delegation nach Deutschland zurück.






    Pressemitteilung 13. März 2003

    Gesellschaft Kultur des Friedens schickt Delegation zu Demonstrationen nach Washington und New York

    "Aktionsplan für Frieden" soll dem Weltsicherheitsrat übergeben werden

    Eine Delegation der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) mit Künstlern wird am 15. März 2003 am "Marsch auf Washington" teilnehmen und bei der Abschlußkundgebung gegen den Irak-Krieg vor dem Weißen Haus, als Teil der europäischen Friedensbewegung, eine Grußbotschaft verlesen. Damit soll laut dem Vorsitzenden der GKF, Henning Zierock, die internationale Zusammenarbeit der Friedensbewegung gestärkt werden. "Wir sind eine weltweite Bewegung gegen den Krieg und das soll durch die Reise in die Vereinigten Staaten sichtbar gemacht werden. Wir zeigen damit auch, daß dies keine Bewegung gegen die USA sondern gegen die Kriegspläne der US-Administration ist, so Zierock, der einer Einladung der US-amerikanischen Friedensbewegung "International A.N.S.W.E.R Coalition" nach Washington folgt. An diesem Tag finden erneut weltweit Friedensdemonstrationen statt, um den Druck auf die USA und den UN-Sicherheitsrat aufrecht zu erhalten, nach einer friedlichen Lösung des Irak-Konfliktes zu suchen.

    Am 17. März 2003, der in einem Resolutionsentwurf der USA als Ultimatum für den Irak vorgesehen ist, ist eine Demonstration vor dem UN-Hauptgebäude in New York zusammen mit der amerikanischen Friedensgruppe "Peaceful tomorrows" (Angehörige der Opfer des 11.September-Anschlags) geplant. Dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, und Vertretern der Mitgliedsstaaten im UN-Sicherheitsrat, soll im Anschluß ein "Aktionsplan für Frieden" übergeben werden. Dieser sieht unter anderem neben Waffeninspektoren auch eine internationale zivile Präsenz von Wissenschaftlern, Künstlern, Ärzten im Irak vor, um das Land zu öffnen und dadurch zur Demokratisierung von unten beizutragen.

    Die GKF hatte bereits im Januar 2003 eine internationale Delegation in den Irak organisiert, an der auch der Liedermacher Konstantin Wecker teilgenommen hatte. An der jetzigen Delegation in die USA beteiligen sich u.a. der in Deutschland lebende amerikanische Sänger Chris Paulsen und der irische Sänger Paddy Kelly, Mitglied der Kelly-Family.

    Die GKF wurde 1988 in Tübingen von Künstlern und Wissenschaftlern gegründet und ist seitdem in zahlreichen Krisenregionen mit zivilen Interventionen aktiv geworden. Seit 1995 arbeitet die Tübinger Organisation im "Kultur des Friedens"-Aktionsprogramm der Unesco mit für die Umsetzung der UN-Dekade (2001-2010) für eine "Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit".

    Hier die dpa-Meldung dazu:

    Irak/Konflikte/Demonstrationen/Musik/
    Paddy Kelly fliegt zu Antikriegsdemonstration in den USA


     Tübingen (dpa) - Der Sänger Paddy Kelly von der Popgruppe Kelly Family wird mit einer Delegation der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) am Samstag (15. März) in Washington gegen den drohenden Irakkrieg demonstrieren. Die deutsche Protest-Initiative werde bei einer Kundgebung vor dem Weißen Haus eine Grußbotschaft verlesen, teilte der Vorsitzende Henning Zierock am Donnerstag in Tübingen mit.

     Zwei Tage später beteilige sich die Delegation an einer Demonstration vor dem UN-Hauptgebäude in New York. Dort solle Generalsekretär Kofi Annan und Vertretern von Mitgliedern des Sicherheitsrates ein «Aktionsplan für den Frieden» übergeben werden. Dieser Plan befürworte neben den Waffeninspektoren «eine internationale zivile Präsenz» von Ärzten, Wissenschaftlern und Künstlern.

     Eine Gruppe der Gesellschaft war im Januar mit Liedermacher Konstantin Wecker in den Irak gefahren, um Kontakte mit der Bevölkerung aufzunehmen und Konzerte zu veranstalten. Die Organisation für weltweite Friedensinitiativen wurde 1988 von Künstlern und Wissenschaftlern gegründet.






    Tübingen, den 3. Januar 2003


    Offener Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer

    Friedensdelegation

    Sehr geehrter Bundeskanzler, sehr geehrter Außenminister,

    am Sonntag, 5. Januar 2003, bricht eine 10-köpfige Friedensdelegation in den Irak auf, mit Ärzten, Wissenschaftlern, Künstlern (u.a. mit Konstantin Wecker) und engagierten Menschen, die von der Gesellschaft Kultur des Friedens organisiert wird.
    Damit wollen wir eine Solidaritätsbrücke zu den Menschen im Irak bauen, die von einem Angriffskrieg bedroht sind.

    Unser Grundgesetz verbietet jegliche Beteiligung an Angriffskriegen und stellt Zuwiderhandlung unter Strafe. Im Wahlkampf haben Sie eine Beteiligung an einem möglichen Irak-Krieg grundsätzlich abgelehnt. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung erwartet von Ihnen einen engagierten Einsatz für eine friedliche Lösung des Konfliktes und die Stärkung internationalen Rechts. Jetzt sind diplomatische Anstrengungen auf allen Ebenen dringend gefordert, um diesen angekündigten Krieg gegen den Irak noch zu stoppen.

    Mit unserer einwöchigen Reise in den Irak wollen wir dieser Forderung Nachdruck verleihen. Wir planen Besuche von Universitäten, Schulen, Gesundheitszentren, Krankenhäusern sowie kulturellen Einrichtungen in Bagdad und Basrah, um einen kulturellen, wissenschaftlichen und persönlichen Austausch mit der irakischen Bevölkerung zu ermöglichen. Wir haben bereits zahlreiche Anfragen von deutschen Universitäten, Schulen und Kommunen nach Kontakten im Irak für Städteverbindungen und Schulpartnerschaften. Es ist höchste Zeit für eine "Diplomatie von unten".

    Die nächsten Wochen werden über Krieg und Frieden entscheiden, mit unabsehbaren Folgen für das Überleben der Menschen in der gesamten Region.

    Wir erwarten von Ihnen eine friedenspolitische Initiative im UN-Sicherheitsrat, dem Deutschland ab Februar angehören wird.

    Wir fordern keine Beteiligung an Kriegsplänen sondern Friedensentwürfe, die an den Lebensinteressen der Menschen ausgerichtet sind und nicht der jeweiligen Machthaber. Handeln Sie jetzt!

    Gesellschaft Kultur des Friedens







    Pressemitteilung 2. Januar 2003

    Friedensdelegation in den Irak startet am Sonntag, 5. Januar 2003

    Eine 10-köpfige Friedensdelegation um den Liedermacher Konstantin Wecker bricht am Sonntag, 5. Januar 2003, von Frankfurt nach Bagdad auf, organisiert von der Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens. Während des einwöchigen Aufenthalts sind Besuche von Universitäten, Schulen, Gesundheitszentren, Krankenhäusern sowie kulturellen Einrichtungen in Bagdad und Basrah geplant. Ein Treffen mit irakischen Künstlern und Musikern sowie ein gemeinsames Konzert in Bagdad stehen auch auf dem Programm. Mit ihrer Reise wollen die Teilnehmer ein Zeichen gegen den Krieg und das Embargo setzen und für einen kulturellen, wissenschaftlichen und persönlichen Austausch mit der irakischen Bevölkerung werben. Mit im Reisegepäck sind neben Medikamenten auch zahlreiche Anfragen aus Deutschland für Kontakte mit Fakultäten, Schulen und Kommunen im Irak.

    Für Rückfragen stehen die Teilnehmer/innen einschließlich Konstantin Wecker gerne zur Verfügung, entweder telefonisch oder direkt am Abflugtag auf dem Frankfurter Flughafen zwischen 13.00-14.00 Uhr.
    Bitte Rückmeldung an Gesellschaft Kultur des Friedens, Henning Zierock, Tel. 07071/52200 oder 0172-7406310







    FRIEDE AUF ERDEN ?
    Heilig Abend 2002
    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    während wir hier die christliche Weihnachtsbotschaft hören und verkünden, läuft die Maschine der Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen den Irak auf vollen Touren. Ihr Motor ist die amerikanische Regierung unter George W. Bush. Leider läßt sich auch unsere Bundesregierung Stück für Stück in diese Kriegspläne einbinden.



    "Krieg darf um Gottes Willen nicht sein, das ist keine fromme Parole, die wir nur wie ein Plakat vor uns hertragen. Es bedeutet konkrete Einsicht und verantwortliches Handeln. Jede Politik ist nur so gut wie sie dem Frieden dient."

    So Prälat Martin Klumpp bei einer Friedensveranstaltung am 13.12.2002 in Stuttgart mit Konstantin Wecker, Hans von Sponeck, Henning Zierock u.a.

    Ein Krieg gegen Saddam Hussein hätte größte Opfer, eine ökologische Katastrophe und unermeßliches neues Leid für die Zivilbevölkerung zur Folge, die bereits die Folgen des zwölfjährigen Embargos zu tragen hat. Demokratische Verhältnisse können nicht von außen herbeigebombt werden.

    Krieg beginnt immer in den Herzen und Köpfen der Menschen. Darum müssen wir widersprechen, wenn in den Medien suggeriert wird, dieser Krieg sei eben nötig und unausweichlich. Lassen Sie uns offen und nüchtern sagen, was Krieg ist: brutale Tötung massenweise, Krankheit, Armut, Flüchtlingselend, Zerstörung aller Werte und Zivilisation. Krieg nimmt den Opfern ihre Würde und entwürdigt jene, die ihn führen.

    Die nächsten Wochen werden über Krieg und Frieden entscheiden, deshalb kommt es auf jede einzelne Stimme an, jede/r kann etwas tun. Hier einige konkrete Beispiele:


  • beteiligen Sie sich daran, weiße Tücher vom 24.12. 02 bis 6.01. 2003 aus den Fenstern zu hängen (mit Aufschrift "Kein Krieg")


  • am 17.01.2003 (Jahrestag des letzten Golfkrieges) plant das örtliche Friedensplenum in Tübingen eine große Manifestation gegen den Krieg, bringen Sie ihre Ideen ein!


  • rufen Sie Ihre Abgeordneten im Wahlkreis an und fragen Sie, was sie als politische Mandatsträger/innen konkret gegen den Krieg tun


  • schreiben Sie Leserbriefe in den Zeitungen, rufen Sie bei den Rundfunkanstalten an


  • sprechen Sie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an, öffentlich ihre Stimme gegen den Krieg zu erheben (z.B. die Oberbürgermeisterin, Dekanin, Gewerkschaftsfunktionäre etc.)


  • beteiligen Sie sich an den geplanten großen Friedensdemonstrationen am 8. Februar 2003 in München und europaweit am 15. Februar 2003 in Berlin


  • eine Friedensdelegation mit Tübinger Bürger/innen fährt vom 5.-12. Januar 2003 in den Irak (mit dem Liedermacher Konstantin Wecker) um kulturellen, persönlichen und wissenschaftlichen Austausch mit den Menschen im Irak zu ermöglichen und damit ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen. Diese können Sie unterstützen mit einer Spende an: Gesellschaft Kultur des Friedens, KSK Tübingen (BLZ 64150020), Nr. 266 088, Stichwort "Irak"







  • Pressemitteilung 19. Dezember 2002

    Gesellschaft Kultur des Friedens fordert Kofi Annan zum Handeln auf:

    "Chronik eines angekündigten Krieges" muß gestoppt werden

    Friedensdelegation in den Irak mit Konstantin Wecker zu Jahresanfang 2003


    Die Tübinger Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) fordert angesichts massiver Manipulationen des irakischen Rüstungsberichts seitens der USA und anderer ständiger Mitglieder des UN-Sicherheitsrates den Generalsekretär der Vereinten Nationen zum Eingreifen auf. "Hier wird ganz offensichtlich durch Zensur versucht, die Weltöffentlichkeit zu manipulieren und sie auf einen Krieg gegen den Irak einzustimmen", so der Vorsitzende der GKF, Henning Zierock. Die nächsten Wochen würden über Krieg oder Frieden entscheiden, so Zierock weiter und bedürften eines starken UN-Generalsekretärs, der solche Manipulationen unterbindet. Jetzt komme es auf jeden einzelnen an, um dieses Szenario eines angekündigten Krieges noch zu stoppen.

    Die GKF kündigt für Anfang 2003 eine internationale Friedensdelegation in den Irak an, an der u.a. auch der Liedermacher Konstantin Wecker teilnehmen wird. Wecker rief unterdessen seine Künstlerkollegen auf, aus der Zuschauerrolle herauszutreten und gegen einen Irak-Krieg Stellung zu beziehen. "Der weltweite Kampf um die Meinung in den Köpfen hat längst begonnen und wir Künstler können da nicht passiv bleiben", so Wecker bei einem Friedenskonzert der GKF in Stuttgart. Der Liedermacher will mit seiner Reise in den Irak ein Zeichen gegen den drohenden Krieg und das Embargo setzen. Neben Besuchen von Krankenhäusern, Universität, Schulen und kulturellen Einrichtungen ist während des einwöchigen Aufenthalts auch ein Konzert in Bagdad geplant. "Das Leid im Irak muß ein Gesicht bekommen", so formuliert der GKF-Vorsitzende Zierock das Anliegen der Delegationsreise.

    Die GKF bittet um Geldspenden zur Unterstützung der Reise und für dringend benötigte Medikamente im Irak auf das Konto:
    GKF, Kreissparkasse Tübingen (BLZ 641 500 20), Konto-Nr. 266088







    Tübingen, den 20. November 2002


    Offener Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer

    Für eine aktive Friedenspolitik: Förderung von Städtekontakten, humanitärer Hilfe, kulturellem und wissenschaftlichem Austausch mit Irak


    Sehr geehrter Bundeskanzler, sehr geehrter Außenminister,

    die rot-grüne Bundesregierung hat vor der Wahl mehrfach versprochen, sich nicht an einem möglichen Krieg gegen den Irak zu beteiligen. Diese Haltung wird von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung, sowie auch auf internationaler Ebene geteilt.
    Die Diskussion in der UNO hat dies zum Ausdruck gebracht. Krieg ist nicht das geeignete Mittel um politische Probleme zu lösen, sondern ein Verbrechen, das neue Verbrechen nach sich zieht und Terrorismus befördert anstatt einzudämmen. Der NATO-Gipfel in Prag hat jetzt das zu Tage gebracht, wovor die Friedensbewegung bereits seit Monaten gewarnt hatte: die Gefahr besteht, daß sich auch die Bundesregierung an einem möglichen Irak-Krieg beteiligen wird, nicht nur mit Überflugrechten und Luftwaffenstützpunkten, sondern auch mit den in Kuwait stationierten Spürpanzern und Waffenlieferungen an Israel.

    Wir fordern Sie statt dessen auf, alles zu tun, um diesen Krieg zu verhindern und eine aktive Friedenspolitik gegenüber dem Irak zu einzuleiten!

    Die westliche Politik gegenüber dem Irak kennt seit mehr als 10 Jahren nur den Boykott, die militärische Drohung und immer wieder Kriegseinsätze.
    Eine zivile Politik gegenüber der irakischen Bevölkerung fehlt. Statt Kriegspläne und Isolation brauchen wir eine Politik des Friedens. Es ist höchste Zeit für eine "Diplomatie von unten", zum Beispiel durch Städtekontakte zwischen europäischen und irakischen Städten (wie Heidelberg - Mossul) und verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Die Bevölkerung im Irak braucht kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Austausch.

    Wir rufen Sie zu einer Politik der Verständigung auf! Dazu gehört:

  • der sofortige Abzug der in Kuwait stationierten Spürpanzer, keine Bereitstellung von AWACS-Flugzeugen
  • keine Überflugrechte für Kampf-Flugzeuge, keine Nutzung der US-Airbases in der BRD
  • die Förderung kulturellen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen Austausches durch die Deutsche Botschaft in Bagdad (zusammen mit anderen europäischen Botschaften)
  • Öffnung des Goethe-Instituts in Bagdad
  • Vermittlung von Städtekontakten zwischen deutschen und irakischen Kommunen


  • Gesellschaft Kultur des Friedens