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Gesellschaft Kultur des Friedens
Society Culture of Peace
Archiv: Dezember 2002
"Friedensoffensive" statt Kriegspläne

Städtekontakte mit Irak
Botschaftsöffnung in Bagdad
Internationale Friedensdelegation in den Irak
"Solar for Peace" Programm
Die rot-grüne Bundesregierung hatte vor der Wahl mehrfach versprochen, sich nicht an einem möglichen Krieg gegen den Irak zu beteiligen. Diese Haltung wird von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung, sowie auch auf internationaler Ebene geteilt. Die Diskussion in der UNO hat dies zum Ausdruck gebracht. Der Krieg ist ein Verbrechen, das neue Verbrechen nach sich zieht, und Terrorismus befördert anstatt einzudämmen.
Der NATO-Gipfel in Prag hat jetzt das zu Tage gebracht, wovor die Friedensbewegung bereits seit Monaten gewarnt hatte: die Gefahr besteht, daß sich auch die Bundesregierung an einem möglichen Irak-Krieg beteiligen wird, nicht nur mit Überflugrechten und Luftwaffenstützpunkten, sondern auch mit den in Kuwait stationierten Spürpanzern.
Gegen eine "passive Kriegsbeteiligung" für eine aktive Friedenspolitik
Die westliche Politik gegenüber dem Irak kennt seit mehr als 10 Jahren nur den Boykott, die militärische Drohung und immer wieder Kriegseinsätze. Eine zivile diplomatische Politik gegenüber der irakischen Bevölkerung fehlt. Kriegspläne und Isolation ersetzen keine Politik des Friedens. Es ist höchste Zeit für eine "Diplomatie von unten", zum Beispiel durch Städtekontakte zwischen europäischen und irakischen Städten (wie Heidelberg - Mossul) und verschiedenen Institutionen wie Schulen, Hochschulen, gesellschaftlichen Gruppen. Die Bevölkerung im Irak braucht kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Austausch.
Dazu gehört die Wiederöffnung der Deutschen Botschaft in Bagdad zusammen mit anderen europäischen Botschaften
Internationale Friedensdelegation in den Irak 2002/2003
Wir planen deshalb, zusammen mit europäischen und amerikanischen Friedensgruppen, Künstler/innen, Musiker/innen (u.a. mit Konstantin Wecker) Ende Dezember 2002 eine internationale Delegation in den Irak, um die Idee der Botschaftsöffnungen und die Städteverbindung mit der multikulturellen Stadt Mossul und Heidelberg zu unterstützen. Bereits 1991, vor dem letzten Golfkrieg, haben wir an einem internationalen Friedenscamp im Irak teilgenommen, um für eine friedliche Verhandlungslösung zu demonstrieren.
Langfristig arbeiten wir an einem Solar for Peace-Programm, um die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. (weitere Infos bei uns siehe unten)
Für diese Reise benötigen wir dringend finanzielle Unterstützung. Wir wollen, so weit es möglich ist, Hilfsgüter wie Medikamente, Milchpulver u.a. in den Irak mitnehmen.
Unser Spendenkonto: Gesellschaft Kultur des Friedens, Kreissparkasse Tübingen, (BLZ 641 500 20), Konto 266 088, Stichwort "Irak"
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